Chronik

Die Gründung der Musikkapelle reicht zurück ins Jahr 1819. Nach mündlichen Überlieferungen, die unsere Altmusikanten von ihren Vorgängern übernommen haben, entstand damals aus Mitgliedern des Kirchenchors Voldöpp eine Kapelle. Das älteste Dokument ist eine Rechnung des Instrumentenbauers Franz Leibelt aus Innsbruck vom 12. Dezember 1819 für eine „Maschinentrompete“ und zwei Waldhörner. Die „Spielleut“ traten bei Hochzeiten auf und unterhielten das Publikum vor und während der Aufführungen des Theatervereines im Theatersaal „unterm Dach“ beim „Voldöpperwirt“. Bis 1923 wurden in diesen Räumlichkeiten auch die Proben abgehalten.

1912

Musikfeste fanden durchwegs am „Ganggal Bichl“ statt. Mit dem Reinerlös aus dem Fest im Jahr 1913 wurde die vom Lehrer Lambürger nach alten Unterinntaler Stichen entworfene und vom Schneidermeister Friedl gefertigte Tracht angeschafft.

1920

1925

Nach dem 1. Weltkrieg betrieben seitens der Musikkapelle besonders Kapellmeister Josef Salzburger, Stanis Guggenbichler und Peter Madersbacher das Projekt “Volksspielhaus”. Die Gemeinde hatte die große Futtermittelbaracke der Musikkapelle überlassen. Der Plan zu einer Umgestaltung in einen Theaterraum und ein Probelokal konnte nicht realisiert werden, weil das Gebäude infolge starken Schneefalls im Winter 1919/20 teilweise einstürzte. So wurde gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Männergesangsverein der Neubau angegangen, und das zu Zeiten der größten Geldentwertung. Die Initiatoren aus allen drei Vereinen hatten mit ihrem gesamten Privatbesitz die Haftung übernommen. Am 18. November 1923 konnte das neue Veranstaltungszentrum mit angeschlossenem Probelokal feierlich eröffnet werden. Das war wirklich eine beachtliche Leistung! Noch heute beneiden uns viele um diesen Saal mit seiner hervorragenden Akustik. Natürlich erfordert die Renovierung und Modernisierung laufend beträchtliche Investitionen der Eigentümer.

Im Jänner 1946 wurde mit dem Neuaufbau der Musikkapelle begonnen und im 1. Nachkriegsjahr fanden bereits 26 Ausrückungen und 46 Proben statt.

Im Jahr 1955 schloss sich die Kapelle dem landesweiten Trend zu einer einheitlichen tiefen Stimmung an und die gesamten Instrumente wurden erneuert.

1952

1957 wurde der Musikpavillon gebaut. 1980 erfolgte der Umbau des Probelokals und des Pavillons. Durch den laufenden Mitgliederzuwachs wurde es Ende 2003 notwendig, mit dem Neubau des Vereinslokals zu beginnen. Das neue Probelokal ist seit März 2004 in Verwendung und die offizielle Eröffnung mit Tag der offenen Tür erfolgt bei unserem Fest am 11. Juli 2004.

Die Bundesmusikkapelle Kramsach hat derzeit einen Mitgliederstand von 62 aktiven Musikanten. Derzeit leiten Kapellmeister Leonhard Salzburger und Obmann Norbert Ascher die Geschicke der Kapelle.

2014

Durchschnittlich sind wir fast 2 x pro Woche mit Proben und Auftritten für den Verein unterwegs. Die meisten Ausrückungen sind für die Gemeinde – Ständchen bei Gratulationen der Gemeindeführung zu Goldenen Hochzeiten und 90. Geburtstagen.

Seit der Gründerzeit ist die Mitgestaltung von kirchlichen Festen, vor allem der Prozessionen, eine Selbstverständlichkeit.

Der musikalische Höhepunkt ist das jährliche Frühjahrskonzert zum Muttertagstermin und im Sommer wird jede zweite Woche ein Platzkonzert abgehalten.

Die Spenden der Kramsacher Bevölkerung beim Maiblasen sind nach wie vor unsere Haupteinnahmequelle. Dafür herzlichen Dank an unsere Freunde und Gönner! Durch den Anstieg der Einwohnerzahl marschieren wir bereits seit einigen Jahren an zwei Tagen und in zwei Gruppen durch Kramsach.

Unsere Hauptausgaben sind die Jugendausbildung mit ca. € 6.500 pro Jahr sowie Kosten für Anschaffung und Erhaltung von Instrumenten, Bekleidung und Noten.

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Jugendausbildung

Beim Kirchtag im Museum Tiroler Bauernhöfe jeweils am letzten Sonntag im September spielt unsere Musikkapelle Kramsach alljährlich auf und zum Saisonabschluss wird ein feierlicher Festgottesdienst zu Ehren der heiligen Cäcilia in der Pfarrkirche Voldöpp gestaltet.

Gut Klang!